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Donnerstag, 26. Oktober 2017

Zuviel Empathie macht krank

Die Welt wäre eine bessere, wenn die Menschen empathischer wären? Nicht unbedingt, denn zu viel Empathie kann zum Burnout führen. Mehr Mitgefühl könnte allerdings nicht schaden. Und das kann sogar trainiert werden.

Symbolbild Empathie Mitgefühl (picture alliance/chromorange)
Was passiert mit uns, wenn wir Bilder von Kriegsopfern im Fernsehen sehen? Oder hungernde Kinder? Vielleicht müssen wir weinen. Oder wir wollen irgendwie helfen, durch Spenden oder direkt vor Ort.
Oder wir schalten den Fernseher aus, weil diese Bilder einfach unerträglich sind. Wir sind gefühlskalt. Oder?
So einfach ist es nicht. Ob wir weinen und mitleiden, helfen oder wegschauen entscheidet unser Empfinden von Empathie und Mitgefühl. Oder unser Mangel an beidem. Aber wovon sprechen wir hier eigentlich?
Mitgefühl versus Empathie
Sind Empathie und Mitgefühl einfach nur zwei Begriffe, die dasselbe meinen? Nein, aber Forscher ziehen unterschiedliche Grenzen. Tania Singer, Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, begründet ihre Unterscheidung neurowissenschaftlich: Empathie und Mitgefühl werden von unterschiedlichen biologischen Systemen und Hirnstrukturen unterstützt. Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Gehirnareale aktiviert werden, wenn Probanden Bilder von leidenden Menschen gezeigt werden. Es handelt sich dabei um das gleiche neuronale Netzwerk im Gehirn, das auch unsere eigenen schmerzhaften Erlebnisse repräsentiert. Dadurch können wir empathisch sein.
Das Problem: Die Grenze zwischen dem eigenen Leid und dem Leid anderer verschwimmt schnell. Dadurch kann das Leid zu viel werden und in "empathischen Stress" ausarten. Dann schalten wir den Fernseher aus, um die schlimmen Bilder nicht mehr zu sehen. "Empathie kann bis zum Burnout führen", heißt es in Singers E-Book "Mitgefühl in Alltag und Forschung", in dem die Wissenschaftlerin ihre Ergebnisse zum Thema zusammenfasst. 
Symbolbild Empathie Mitgefühl (Colourbox)
Empathie bedeutet nicht automatisch, dass wir uns um jemanden sorgen. Dafür braucht es Mitgefühl
Empathischer Stress hilft niemandem
Sozialpsychologe Stefan Pfattheicher, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Ulm, sagt, empathischer Stress entstehe vor allem angesichts großer Gruppen leidender Menschen. "Das lässt sich auch am Spendeverhalten nachweisen. Es ist einfacher, Spenden zu generieren, wenn es um einen einzelnen leidenden Menschen geht, als wenn es sich um eine große Gruppe handelt." Mit Gefühlskälte hat das weniger zu tun als mit Überforderung. Empathischer Stress steht dem Mitgefühl letztlich im Weg.
Im Unterschied zur Empathie hat das Mitgefühl nämlich einen positiven Effekt auf den eigenen Zustand. "Dabei werden Gehirnareale aktiviert, die mit Belohnung und Zugehörigkeit assoziiert sind und deren Aktivierung sich positiv auf unseren Gesundheitszustand auswirken", erklärt Neurowissenschaftlerin Singer. Mitgefühl - nicht Empathie - bringt soziales Verhalten hervor und bewirkt, dass wir helfen und das Leid des anderen mindern möchten. Was genau heißt das?
Netter mit Oxytozin
Mitgefühl ist wie jede Emotion auch ein biochemischer Prozess. Eine entscheidende Rolle spielt das Hormon Oxytozin, dessen positiver sozialer Einfluss in Versuchen mit zwei miteinander eng verwandten Unterarten der Wühlmaus nachgewiesen werden konnte. Während die Präriewühlmaus ein mit vielen Oxytozin-Rezeptoren ausgestattetes Gehirn besitzt und dauerhafte, monogame Beziehungen pflegt, gilt die Bergwühlmaus als Einzelgänger mit ständig wechselnden Partnern. Die Oxytozin-Rezeptoren sind bei diesen Mäusen weniger zahlreich. Unterbrachen die Forscher die Oxytozin-Aktivität der liebevollen Präriewühlmäuse, wurden die ähnlich gefühlskalt wie ihre Verwandten.
Die Hinweise mehren sich, dass Oxytozin grundsätzlich einen ähnlichen Effekt auf das soziale Verhalten von Menschen hat. Unter dem Einfluss von Oxytozin nimmt die Großzügigkeit gegenüber anderen zu und es fördert Vertrauen.


Weniger Stress durch Mitgefühl

Wer glaubt, Mitgefühl sei in erster Linie ein Geschenk an die Mitmenschen, von dem man selber nichts hat, der täuscht sich. Auch hier lohnt sich der Blick auf ein Hormon: das Cortisol. Dieses Hormon schütten wir in Stresssituationen aus. Mitgefühl und die damit verbundene Ausschüttung von Oxytozin reduzieren das Cortisol und damit unseren Stress.
Ist Cortisol also der entscheidende Gegner im Kampf um mehr Mitgefühl? Nein, so einfach ist die Biologie nicht. Die Notlage eines Mitmenschen kann so eine Stressreaktion sein, bei der Cortisol ausgeschüttet wird. Das Hormon versetzt uns in Bewegung und damit in die Lage zu helfen. Ein grundsätzlich zu niedriger Cortisolspiegel kann ebenso wie ein Mangel an Oxytozin zu einem gefühlskalten Verhalten führen.
Tania Singer ist überzeugt, dass Mitgefühl trainiert werden kann. Und zwar mit Hilfe von Meditation. In einer großangelegten Studie am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig untersucht sie die Auswirkungen verschiedener Meditationstechniken auf die Fähigkeit mehr Mitgefühl zu empfinden. Ergebnis des sogenannten ReSource-Projekt: "Gezieltes mentales Training kann sogar bei erwachsenen Menschen noch strukturelle Veränderungen im Gehirn bewirken", erklärt Singer. Empathie und Mitgefühl lassen sich trainieren - so lautet die gute Nachricht. Ist das ein Rezept gegen sich ausbreitenden Hass und Hetze?
Die dunkle Seite des Mitgefühls
Stefan Pfattheicher ist skeptisch. Der Sozialpsychologe interessiert sich für die Schattenseiten von Empathie und Mitgefühl. Dazu gehört für ihn nicht nur der empathische Stress. "Wenn man beispielsweise die Opfer eines Terroranschlags sieht, deren Leid sehr stark wahrnimmt und als ungerecht empfindet, dann kann man feindselige und aggressive Tendenzen gegenüber denjenigen entwickeln, die dieses Leid verursacht haben", erklärt Pfattheicher das Ergebnis einer seiner Studien. Pfattheicher spricht von übermäßigem Mitleid. Ob seine Forschungen denen des Max-Planck-Instituts widersprechen ist wegen der uneinheitlichen Begrifflichkeiten schwer zu klären. "Die Unterscheidung der Begriffe ist ein absolutes Desaster", sagt Pfattheicher.
Das könnte auch damit zu tun haben, dass die Forschung zu Empathie und Mitgefühl noch in den Kinderschuhen steckt.

By Mati Ahmet Tunçöz • Experte für Selbstfindung©
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Donnerstag, 24. Dezember 2015

MERRY X-MAS & More....


„heart“-Emoticon Liebe Freunde, Klienten & Leser „heart“-Emoticon

Ich wünsche Euch von Herzen eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit.




Für den Fall....
Manchmal ist Weihnachten für einige Menschen auch nicht ganz so schön - Einsam, Familie in der Ferne, keine Familie mehr oder einfach nicht zu wissen was zu tun ist.
Bevor es soweit kommt, dass Du die Zeit ziel- und lustlos verbringst oder gar verzweifelst, mache lieber ein hilfreiches Coaching oder ein förderndes Gespräch um auf neue Gedanken und Lösungen zu kommen.

Hierzu lade ich Dich ein:
Ich bin über Heiligabend & dem 1. und 2. Weihnachtstag 
zu erreichen. 

Und wer Lust hat, und mich endlich mal persönlich 

kennenzulernen, kann mich dort gerne auf ein Coaching 
treffen.
Natürlich sind auch Termine per SKYPE- & Telefon möglich. 
Ich freue mich auf Dich.

Einfach Termin anfragen über mein Kontaktformular und buchen - 

über >>>Exklusiver Weihnachts-Termin mit Mati



Mati Ahmet Tunçöz
Experte für Selbstfindung und Selbstverwirklichung 
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Dienstag, 16. September 2014

Das geht uns alle an - Eine Reise durch Depressionen

 

Hier der persönliche Weg eines Menschen, mit dem umzugehen, was uns alle, mindestens einmal im Leben über kurz oder lang, begleitet: 
Antriebslosigkeit, Verzweiflung, Verbitterung, Selbstzweifel, geringes Selbstwertgefühl, Lebensunlust, Gedankenkreisen, Selbstmordgedanken, Ängste, Starre, Schlafstörungen, gestörte Libido, gestörtes Essverhalten, vermehrter Drogenkonsum (Zigaretten, Alkohol, Betäubungsmittel), usw...
Halten einige dieser Vorkommnisse (Symptome), oft in Kombination, länger als 2 Wochen an, redet man von einer depressiven Episode. Depressionen im Volksmund. Natürlich haben diese Vorkommnisse unterschiedlichste Ausprägungen. Manche erleben sie nur einmal im leben, andere wieder chronisch einnistend und immer wiederkehrend ein Leben lang.

Der Weg ist, einen eigenen Weg dort raus zu suchen und zu finden oder damit lernen umzugehen.
Vor allem alles was wirklich und erwiesenermaßen Hilft in Anspruch zu nehmen.
Eine Devise bleibt: GIB NIEMALS AUF!!!
Viel Freude und gute Erkenntnisse beim Artikel...
http://www.huffingtonpost.de/hannah-sentenac/16-dinge-die-ich-aus-16-jahren-depressionen-gelernt-habe_b_5716161.html


Herzlichst,
Euer Mati

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"Nicht jeder Weg führt nach Rom - Doch alle Wege führen zu uns selbst"
Von Mensch zu Mensch by Mati
www.vonmenschzumensch.net





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Sonntag, 6. Juli 2014

Unglaublich - einfach glücklich ...

"Anerkennung ist die sanfteste Form der Liebe. Daran sparen zu wollen, ist wie der Versuch ständig nur flach zu atmen" (Mati) 
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Unglaublich - einfach glücklich ... 
mit dem, was ich beim heutigen Blick in die E-Mails sah. Und das möchte ich gerne mit Euch teilen: 



>Sie wurden von einer/m Klientin/en Bewertet. 
Die Bewertung wurde von uns geprüft und soeben freigegeben.... <

Ich schaue nach und kann nur sagen: 
Dankbarkeit macht sich über meinen ganzen Körper breit! 









Nach all den Jahren macht es mich immer noch super zufrieden und froh, mit meinem Sein & Wirken, meine Klienten so glücklich machen zu können bzw. Ihnen zu helfen so viele Erkenntnisse zu bekommen, sich wieder selbst glücklich zu machen. Schön wenn die Begeisterung in solchen Bewertungen zurückschwappt... Danke!
Die ganze Bewertung findest Du hier

Herzlichst, Euer Mati 


Von Mensch zu Mensch by Mati Coaching | Beratung | Therapie
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Montag, 15. März 2010

Trauer oder Depression?

Menschen brauchen unterschiedlich lange, um mit dem Verlust eines geliebten Menschen zurechtzukommen. 

Wenn Sie jedoch merken, dass ein Hinterbliebener nach 1 Jahr immer noch sehr stark trauert,